Carina Fiechtner, Oswald Blassnig, Gerald Eschenauer, Silvia Ebner, Heidi Gewolf und Lilly Papsch präsentierten regionale Literatur in regionalen Museen. Entwickelt und organisiert wurde die Veranstaltungsreihe von der Osttiroler Kulturspur.

Zu Beginn der Lesungen wurde ein Objekt erklärt, das sich die Autor*innen zuvor bei einem Rundgang durch das Museum ausgesucht hatten. „Wir haben mehr über eine magische Laterne erfahren, aber auch über den Seevogel ‚Basstölpel‘ und besondere Steigeisen, die bis unter die Knie reichen, und mit denen man einst auf Bäume kletterte, um Zweige herunterzuschneiden“, freut sich Geschäftsführer Christof Schett über die zweite Ausgabe der TexTour. Die musealen Objekte haben einen Brückenschlag von den Museen zu den Autor*innen und deren Literatur ermöglicht.

„Wir leben in einer Zeit, in der sich Sprache nicht nur einfach verändert, sondern in der sie verroht und zunehmend degeneriert. Die TexTour ist uns besonders wichtig, weil wir auf den großen Wert unserer Sprache mit all ihren Nuancen hinweisen wollen“, sagt Kulturspur-Mitarbeiterin Regina Unterguggenberger, die „Literatur im Museum“ mit organisiert hat. Die präsentierte Literatur deckte eine breite Palette ab: Von Kinderbuchliteratur, Kurzgeschichten, Lyrik, tiefsinnigen Betrachtungen, legeren Gebeten sowie Auszügen aus veröffentlichten und unveröffentlichten Romanen war alles dabei. „Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, und so konnten wir ideal auf die unterschiedlichen Interessen von Leser*innen eingehen“, sagt Schett.

Den Auftakt machte Carina Fiechtner am Fronleichnamstag in Vannis Vogelwelt, abends las Oswald Blassnig im Kammerlanderhof. Am Freitag begeisterte Gerald Eschenauer im Museum Aguntum das Publikum. Silvia Ebner setzte Samstagabend im Kino- und Fotomuseum sprachliche und literarische Maßstäbe, ebenso wie Heidi Gewolf im Miniaturmuseum. Den Schlusspunkt setzte Lilly Papsch auf Schloss Bruck.