Das Miniaturmuseum ist im Kulturhaus „Sinnron“ in Dölsach untergebracht. Initiiert von der Osttiroler Künstlerin Margarethe Oberdorfer, will es an die Wichtigkeit und den großen Stellenwert der kleinen Dinge im Alltag erinnern. Eltern, Großeltern und all jene, die Kinder kreativ begleiten, finden hier Inspiration und Ideen.

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Seit 50 Jahren begleitet die Osttiroler Künstlerin Margarethe Oberdorfer eine leidenschaftliche Sammeltätigkeit, die aus der großen Bewunderung und Wertschätzung für die kleinen Dinge entstand. Eine Begeisterung für alles, was Menschen mit Phantasie, Geduld, Genauigkeit, manchmal auch aus der Not heraus mit geringstem Materialaufwand oder einfachsten Werkzeugen schufen. Schon sehr früh entstand der Wunsch, einen passenden Ort für eine dauerhafte Präsentation zu finden. Dies ist im Jahr 2024 gelungen.

Wertschätzung für die kleinen Dinge

Für das Miniaturmuseum wurde eine Vielzahl an Exponaten aus unterschiedlichsten Materialien und Techniken gesammelt, welche den Menschen bei ihrem kreativen Schaffen zur Verfügung standen. Mit Liebe zum Detail wurden die Ausstellungsstücke gruppiert und für den Betrachter in Szene gesetzt. Wie zum Beispiel die vier Reiter aus Holz in Mikroskopschnitzerei, die zwei winzigen Körbe aus Kirsch- und Zapfenkern, der Blumenstrauß aus geflochtenen Tierhaaren, die kleinen Flaschen aus mundgeblasenem Glas oder das hauchdünn geschliffene Porzellanschälchen.

Neben dem Angebot, zu schauen, zu staunen und zu bewundern, will das MiMU mit den persönlichen Geschichten zu den Ausstellungsstücken den Besuchern einen besonderen Zugang zu den kleinen Werken ermöglichen. Diese Geschichten können durch das Museum dokumentiert werden, damit das Wissen über die Werke und die Menschen dahinter nicht verloren geht und der Wert der kleinen Dinge nicht vergessen wird.

Sonderausstellung. 1500x Überraschungsei.

1974 brachte die italienische Firma Ferrero das erste Überraschungsei auf den Markt. Der Designer Peter Bermes schuf den Drachen Drachobert, der heute ein teures Sammlungsobjekt ist. Ein Überraschungsei ist ein kleines Geschenk, ein Geheimnis, ein Spielzeug, eine süße Verführung und motiviert zum Sammeln. Kurzum, eine perfekte Geschäftsidee. Auch der Dölsacher Bernhard Steiner hat über viele Jahre seine Sammelleidenschaft behalten – seine mehr als 1500 Figuren sind in der ersten Sonderausstellung bis achtundzwanzigsten Februar 2025 im Miniaturmuseum ausgestellt.

 

Kreativangebote.

Das Kulturhaus „sinnron“ steht für Sinnhaftigkeit und mit allen Sinnen leben, es bedeutet Raum für Kreativität, Kunst und Kultur. Im weitläufigen Garten, mit freiem Blick auf die Lienzer Dolomiten, kann man neben der Arbeit im Freien auch wunderbar entspannen. Die Sommerakademie für Kunst und Handwerk fand erstmals 2007, nach sechs Jahren Herberge in der Lienzer Tammerburg, auf dem neu adaptierten Gelände in Dölsach statt, organisiert von der INFORM-Akademie Osttirol, die auch Museum und Ausstellungen betreut.

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