Vom 21. Juli bis 1. August 2025 stand Osttirol wieder ganz im Zeichen von Forschergeist, Kreativität und Neugier: Die Kinder Sommer UNI Osttirol lud Kinder und Jugendliche zu spannenden Entdeckungsreisen in Natur, Wissenschaft, Geschichte und Kultur ein.
Das Bildungsformat wurde erneut von der INNOS GmbH, dem Museum Aguntum, dem Verein Natopia und dem Osttiroler Kulturnetzwerk veranstaltet – in enger Zusammenarbeit mit der Jungen Uni Innsbruck.
„Um die 420 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren nahmen an insgesamt 44 spannenden Kursen teil“, fasst Claudia Moser vom Museum Aguntum zusammen. Die Inhalte spannten sich von naturwissenschaftlichen Themen über Kreativworkshops bis hin zu technischen Projekten.
In der ersten Woche boten die Museumsbetriebe der Region eine breite Palette spannender und praxisnaher Angebote für junge Entdecker:innen. In den Workshops auf Schloss Bruck entstanden aus bunten Scherben und Steinen fantasievolle Mosaike, im Miniaturmuseum wurden antike Öllampen aus Ton modelliert und verziert – eine kreative Zeitreise in die Vergangenheit.
Auch Natur und Umwelt spielten eine zentrale Rolle: Bei Wasserexperimenten lernten die Kinder im Museum Aguntum physikalische Phänomene wie Verdunstung, Dampfentwicklung oder Oberflächenspannung spielerisch kennen. Auf dem Gelände des Archäologischen Parks Aguntum wurden Pflanzen und Tiere beobachtet und bestimmt. Im Bereich Geschichte und tauchten die Teilnehmenden in das Leben der Römer ein. Ein weiteres Highlight war der Workshop zur Steinzeitmusik: Aus Naturmaterialien wie Holz, Muscheln oder Pflanzenstängeln entstanden Flöten, Schwirrhölzer und Rasselinstrumente.
Der ehemalige Nationalparkranger Andreas Angermann zeigte in Vannis Vogelwelt, wie sich heimische Vögel an veränderte Lebensräume anpassen – zum Abschluss bastelten die Kinder symbolisch eigene Papier-Vögel.
Abgerundet wurde das Programm durch geologische Entdeckungsreisen im Glocknerhaus Kals sowie im Museum Aguntum, bei denen die Kinder Gesteine und Mineralien erforschten. So wurde die Welt der Steine greifbar und verständlich gemacht – ein spannender Mix aus Wissen, Kreativität und Abenteuer.
Die INNOS GmbH bot insgesamt wurden 29 Kurse an, in denen geforscht, experimentiert, gebaut und gestaltet wurde. Neben Klassikern wie Energieexperimenten warteten heuer ganz besondere Highlights auf die jungen Entdecker:innen: Die Kinder kreierten ihre eigene Schokolade, gestalteten individuelle Vogelhäuser mit dem Lasercutter, vergoldeten Kunstwerke mit echtem Blattgold, tauchten ins Modedesign ein und produzierten sogar ihren eigenen Radiobeitrag bei Radio Osttirol.
Technikinteressierte Kinder programmierten ihren eigenen mechatronischen Würfel, arbeiteten mit Robotern und Verfahrenstechnik, und erfuhren am MCI-Campus mehr über Bubble-Tea-Perlen zum Selbermachen und chemische Reaktionen. Besonders beliebt war der kreative Einsatz moderner Technologien: Mit dem Lasercutter wurden Formen geschnitten, Designideen verwirklicht und Technik kreativ greifbar gemacht.
„Die rege Teilnahme und die Begeisterung der Kinder zeigen deutlich, welchen Stellenwert Angebote wie die MINT-Woche in der Region haben“, freut sich Johann Kollreider, Bezirksstellenleiter der WK-Lienz und Projektpartner. „Kinder und Jugendliche für Wissenschaft und Technik zu begeistern, ist nicht nur spannend, sondern schafft Perspektiven für ihre Zukunft.“
„Ohne das große Engagement unserer regionalen Partner, Unternehmen und Kulturbetriebe wäre dieses vielfältige Programm nicht möglich gewesen“, betont das Organisationsteam. „Jede einzelne Kooperation hat dazu beigetragen, die Kinder Sommer UNI mit Leben zu füllen – und genau das wollen wir 2026 noch weiter ausbauen.“



















