Corona-Schutzmaßnahmen für Museen

20. September 2021

Mit 15. September 2021 traten im Rahmen der 2. COVID-19-Maßnahmenverordnung einige Veränderungen auch für Museen in Kraft. Diese werden grundsätzlich bis 31. Oktober Gültigkeit haben. Die Regelungen für Zusammenkünfte gelten vorerst jedoch nur bis 13. Oktober 2021.

Allgemein gilt ein verpflichtender Wechsel vom Mund-Nasen-Schutz zu einer FFP2-Maske.

Die neue Verordnung bringt neben allgemeinen Verschärfungen auch spezielle für ungeimpfte Personen. Als Faustregel kann dafür gelten: Dort wo kein 3-G-Nachweis erforderlich ist oder verlangt wird, besteht eine FFP2-Maskenpflicht für ungeimpfte Personen.

  • Geimpfte oder genesene Personen müssen keine FFP2-Maske tragen. Die Abstands- und m²-Regeln sind schon Anfang Juli gefallen.
  • Personen, die keine Impfung in den letzten 360 Tagen oder keine Genesung von COVID-19 in den letzten 180 Tagen nachweisen können, müssen eine FFP2-Maske tragen. Für Kinder vom vollendeten 6. bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ist auch ein Mund-Nasen-Schutz ausreichend. (Schulgruppen, die eigenständig durch das Museum gehen sind wie Individualbesucher zu behandeln, d. h. Maskenpflicht bei ungeimpften Schülern)
    Kontrolle der FFP2-Maskenpflicht für ungeimpfte Museumsbesucherinnen und Museumsbesucher: Sie sind nicht verpflichtet, die Nachweise aller regulären Museumsbesucherinnen und Museumsbesucher zu kontrollieren, jedoch sollten Sie im Sinne der sog. Sorgetragepflicht „Beschilderungen, Durchsagen und sonstige Informationsmaßnahmen wie auch stichprobenartige Kontrollen, Auflage von Informationsmaterial und evtl. Bereitstellung von FFP2-Masken“ vorsehen.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Besucherkontakt müssen keine Maske tragen, wenn ein 3-G-Nachweis erbracht ist.
  • Für Arbeitsorte mit mehr als 51 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern muss ein/e COVID-19-Beauftrage/r ernannt und ein COVID-19-Präventionskonzept erstellt werden.
  • Hier gelten die Regeln des regulären Museumsbesuches, d. h. Personen, die keine Impfung in den letzten 360 Tagen oder keine Genesung von COVID-19 in den letzten 180 Tagen nachweisen können, müssen eine FFP2-Maske tragen.
  • Jeder Institution steht es gesetzlich frei, im Sinne des Hausrechts strengere Regeln vorzusehen und z. B. auch für Kleingruppenführungen oder schon beim Eintritt 3-G-Nachweise zu verlangen.
  • Personen, die zur Durchführung einer Veranstaltung erforderlich sind, müssen nicht in die Höchstzahlen mitgerechnet werden.
  • Bei mehr als 25 Personen, egal ob in geschlossenen Räumen oder im Freien, besteht neben der Registrierungspflicht auch die Verpflichtung zum 3-G-Nachweis der Teilnehmenden. Dadurch entfällt auch die Maskenpflicht.
  • An einem Ort dürfen mehrere Zusammenkünfte gleichzeitig stattfinden, sofern durch geeignete Maßnahmen eine Durchmischung der Teilnehmenden der gleichzeitig stattfindenden Zusammenkünfte ausgeschlossen und das Infektionsrisiko minimiert wird.
  • Zusammenkünfte mit mehr als 100 Teilnehmenden sind bei der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft) mindestens sieben Tage vorher meldepflichtig. Sammelmeldungen sind erlaubt. Diese Anzeige ist über das E-Gov-Portal des Landes möglich: https://e-gov.ooe.gv.at/Anzeige
    Diese Anzeige muss enthalten: Name und Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse) der/s für die Zusammenkunft Verantwortlichen; Zeit, Dauer und Ort der Zusammenkunft; Zweck der Zusammenkunft; Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Zudem müssen eine/e COVID-19-Beauftrage/r ernannt und ein COVID-19-Präventionskonzept erstellt werden.
  • Zusammenkünfte mit mehr als 500 Personen sind von der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft) zu bewilligen. Die Entscheidungsfrist für die Bewilligung beträgt zwei Wochen ab vollständiger Vorlage der Unterlagen. Auch diese Bewilligung kann über das E-Gov-Portal des Landes beantragt werden: https://e-gov.ooe.gv.at/Bewilligung

Für Zusammenkünfte bzw. Veranstaltungen gibt es keine Höchstgrenzen bei der Gästezahl mehr. Eine 100%-Auslastung ist möglich.

Museumscafés dürfen unter den für die Gastronomie definierten Regeln öffnen, es gibt keine Sperrstunde mehr.

Das Verabreichen von Speisen und Getränken ist sowohl im Stehen als auch im Sitzen erlaubt.
Es bestehen keine Höchstgrenzen für Gruppen, zudem gibt es keine Abstandspflicht.

COVID-19-Präventionskonzept

In einem COVID-19-Präventionskonzept müssen enthalten sein (Vorlagen für die Erstellung eines Präventionskonzept finden Sie unten stehend):

  • Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf Hygienemaßnahmen
  • Regelungen zur Steuerung des Gästeaufkommens und Regulierung der Anzahl der Besucherinnen und Besucher
  • spezifische Hygienevorgaben (Einhalten der Abstandsregel von 2 m, verpflichtendes Tragen von FFP2-Masken, Bereitstellen von Desinfektionsmittel usw.)
  • Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion

Vorlagen für ein Covid-19-Präventionskonzept

Bitte beachten Sie, dass bei einigen anderen Vorlagen auf die Rechtslage im Sommer 2020 Bezug genommen wird und daher die damals geltenden Vorgaben berücksichtigt wurden. Für ein aktuelles COVID-19-Präventionskonzept sind natürlich die derzeit geltenden Auflagen (u. a. in Bezug auf Abstandsregeln, Begrenzung der Personen usw.) zu berücksichtigen.

Aktuelle WORD-Vorlage für ein COVID-19-Präventionskonzept durch den Verbund OÖ Museen

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Eine weitere Vorlage für ein COVID-19-Präventionskonzept bietet die Firma siflux Crowd Safety Management an

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Eine sehr praxisnahe Vorlage für ein COVID-19-Präventionskonzept samt grundsätzlichen Überlegungen und kurzen Checklisten wurde vom Land Vorarlberg herausgegeben.

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Weitere Vorlagen für ein COVID-19-Präventionskonzept vom Sozialministerium sowie vom Roten Kreuz finden Sie hier

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Hinweisen möchten wir auch auf die Online-Kurse für COVID-19-Beauftragte beim Roten Kreuz:
www.roteskreuz.at/wien/veranstaltungssicherheit/covid-19-beauftragter

Das Rote Kreuz bietet außerdem einen Online-Kurs zum Thema „Erstellen eines Präventionskonzeptes“ an:
www.roteskreuz.at/wien/veranstaltungssicherheit/risikoanalyse-fuer-covid-19-praeventionskonzept

COVID-POSTER

Besucherinnen und Besucher in Museen müssen in Form von Plakaten über die Hygienemaßnahmen und
die Abstandsregeln (Mindestabstand von 1 m und Tragen von FFP2-Masken) informiert werden.
Plakate des Museumsbundes Österreich mit den Vorgaben (in den Formaten A1, A3, A4) finden Sie hier zum Ausdrucken

Darüber hinaus wird besonders empfohlen:

  • Bereitstellen von Desinfektionsmittel für Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Anbringen von Schutzvorrichtungen an den Kassen (aus Acryl- oder Echtglas) ab einer Gesamtfläche von 400 m²

KOMPAKTE EMPFEHLUNGEN FÜR DEN MUSEUMSBETRIEB

Dieses Dokument wird laufend verändert, erweitert und ergänzt. Bitte achten Sie darauf, die neueste Version zu verwenden.
Aktuelle Version vom  14. September 2021.

Dieses Dokument wird laufend verändert, erweitert und ergänzt. Bitte achten Sie darauf, die neueste Version zu verwenden. Aktuelle Version vom 14. September 2021.

Für die Registrierung Ihrer Besucherinnen und Besuchern bietet sich eine einfache Möglichkeit mit der kostenlosen App myTap an: www.mytap.at

Eine Anleitung zur Nutzung dieser Registrierung finden Sie hier:

Eine Gästeregistrierung ist auch in Papierform (Erfassung in einer Liste o. Ä.) möglich.

> Die konsolidierte Fassung der 2. COVID-19-Öffnungsverordnung vom 23. Juli 2021 finden Sie im Rechtsinformatiossystem des Bundes:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011576

> Die Novellierung der 2. COVID-19-Öffnungsverordnung – gültig ab 22. Juli 2021 – finden Sie unter:
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2021_II_321/BGBLA_2021_II_321.html

> Hier können Sie die 2. COVID-19-Öffnungsverordnung nachlesen – gültig ab 1. Juli 2021:
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2021_II_278/BGBLA_2021_II_278.html

Zur Unterstützung der Museen hat der ICOM Österreich die Agentur FREUDEMITWINKLER gebeten, eine Kampagne für die Wiedereröffnung der österreichischen Museen zu entwickeln.
ICOM stellt die Grafikvorlagen dieser Kampagne allen österreichischen Museen kostenlos zur Verfügung.

Mehr Informationen dazu finden Sie unter: http://icom-oesterreich.at

Quelle: Verbund OÖ Museen